Städte in Bewegung – Ziele, Bausteine und Potentiale einer zukunftsorientierten Sport(stätten)entwicklung

Internationales Symposium am 19. Mai 2017

 
Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,

Brandenburg ist ein Sportland! Viele Bürger und Bürgerinnen unterschiedlichen Alters sind sportlich aktiv – innerhalb der zahlreichen Sportvereine oder individuell. Brandenburg bietet sowohl dem Breiten- als auch im Spitzensport beste Bedingungen. Dieses sehr gut ausgebaute Sportangebot befördert nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern ist auch eine hervorragende Gesundheitsvorsorge.

Doch im Land Brandenburg und ebenso in vielen weiteren Regionen Deutschlands verändern sich Bevölkerungsstruktur, Lebens- und Arbeitsformen sowie das Freizeitverhalten. Für die Städte und Gemeinden und ihre Stadtplanung stellen diese sich wandelnden Rahmenbedingungen eine Herausforderung dar. Durch eine „Kommunale Sportentwicklungsplanung“, die die Bedürfnisse des Vereinssports mit denen des selbst organisierten Sports verbindet, sollen die Weichen für eine nachhaltige Gestaltung des Sportstättenangebots in den kommenden Jahrzehnten gestellt werden. Wissenschaftliche Mindeststandards für ein erfolgreiches Vorgehen haben die Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Olympische Sportbund schon vor einiger Zeit im „Memorandum zur kommunalen Sportentwicklungsplanung“ festgehalten.

Mit ihrem Symposium „Städte in Bewegung – Ziele, Bausteine und Potentiale einer zukunftsorientierten Sport(stätten)entwicklung“ greift die Fachhochschule für Sport und Management Potsdam dieses vielschichtige Themengebiet auf. Die Hochschule unterstreicht dadurch ihr besonderes Profil an der Schnittstelle von Sportwissenschaft und Sportorganisation. Das Symposium thematisiert im Rahmen von Fachvorträgen die neuesten Trends der Sportentwicklungsplanung. Neben Sport- und Sozialwissenschaftlern kommen Expertinnen und Experten aus der Stadt- und Freiraumplanung zu Wort, um wissenschaftstheoretische Erkenntnisse mit aktuellen Beispielen aus der Planungspraxis zielführend kombinieren und untersetzen zu können. Das Symposium wird dazu beitragen, den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Gesellschaft und die Verwaltung zu intensiveren – ein Ziel, das auch die Wissenschaftspolitik des Landes insgesamt verfolgt. Gerne habe ich die Schirmherrschaft für die interdisziplinäre Tagung übernommen.

Besonders freue ich mich darüber, dass neben Vertretern des organisierten Sports und von Kommunalverwaltungen auch internationale Gäste aus dem Europäischen Netzwerk der Akademien des Sports in Potsdam begrüßt werden können! Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine spannende und erkenntnisreiche Veranstaltung und bin mir sicher, dass Wissenschaft und kommunale Praxis von den Beratungen profitieren werden. 

Ihre Dr. Martina Münch

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur und Schirmherrin des Internationalen Symposiums


Angesichts fortwährender gesellschaftlicher, ökonomischer und demografischer Veränderungsprozesse stehen Städte und Gemeinden heutzutage vor vielfältigen neuen Herausforderungen und Problemfeldern, die auch die kommunale Sportentwicklung maßgeblich beeinflussen. Hierzu zählen der Wandel des Sportverhaltens der Bevölkerung und daraus resultierende neue Ansprüche an sportliche Angebotsstrukturen sowie Sport- und Bewegungsräume, ein anhaltend hoher Sanierungsstau bei den bestehenden Sportanlagen sowie der demografische Wandel und damit verbunden die Notwendigkeit, neue Zielgruppen anzusprechen und für Sport und Bewegung zu begeistern. Um im regionalen Standortwettbewerb bestehen zu können, müssen sich die Städte der Zukunft zu ansprechenden Lebens- und Bewegungsräumen entwickeln und neben einem Erhalt traditioneller Sportanlagen verstärkt auch multifunktional nutzbare Sport- und Bewegungsräume zur Verfügung stellen.

Hieraus entsteht ein deutlich erhöhter Planungs- und Beratungsbedarf bei allen verantwortlichen Akteuren und Trägern der kommunalen Sportentwicklung: u.a. Sportverwaltungen, Sportverbände, Sportvereine, Schulen und Kindertagesstätten. Um diesem Planungs- und Beratungsbedarf adäquat zu begegnen, wurde mit der „Kommunalen Sportentwicklungsplanung“ eine wissenschaftliche Methode konzipiert, die alle Stakeholder durch entsprechende Befragungen, Analysen und Beteiligungsverfahren involviert und aktiviert. Der hohe Stellenwert der „Kommunalen Sportentwicklungsplanung“ als Querschnittsaufgabe für Sport und Politik spiegelt sich nicht zuletzt in der Forderung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der im Juni 2016 anregte, eine „Nationale Allianz Sportraumentwicklung“ in Form einer gemeinsamen Plattform unter Beteiligung der Sportministerkonferenz, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie weiterer Fachkreise einzurichten, um systematisch Lösungswege aufzubereiten und politisch thematisieren zu können, wie mehr und zielgerichteter in öffentlich genutzte Sporträume investiert werden kann.

Das Symposium nimmt diese Forderung des DOSB inhaltlich auf und thematisiert im Rahmen von Fachvorträgen die neuesten Trends der Sportentwicklungsplanung. Neben Sport- und Sozialwissenschaftlern kommen auch Experten aus der Stadt- und Freiraumplanung zu Wort, um wissenschaftstheoretische Erkenntnisse mit aktuellen Beispielen aus der Planungspraxis zielführend kombinieren und untersetzen zu können.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus kommunalen Einrichtungen aus Brandenburg, Deutschland und Europa treffen im Rahmen des Symposiums auf die Mitlgieder des Europäischen Netzwerkes der Akademien des Sports.

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Das Internationale Symposium steht unter der Schirmherschaft von Dr. Martina Münch (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg)


Internationales Symposium: „Frühe Kindheit in Bewegung“ am 2. Dezember 2016

„Kinder sind die Zukunft – die Förderung ihrer Entwicklung ist eine Aufgabe von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung.“

In diesem Sinne wünsche ich dem Symposium einen guten und erfolgreichen Verlauf.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Baaske
Minister für Bildung, Jugend und Sport / Schirmherr des Symposiums

In diesem Jahr richtet sich das Symposium der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg auf den Bereich der Frühen Kindheit. Zentraler Fokus wird dabei auf der Bewegung als entscheidender Entwicklungsbestandteil in diesem Lebensabschnitt liegen. Die Institution, in der Bewegung, Entwicklung und Bildung organisiert werden, ist die Kita. Unser Träger, der Landessportbund Brandenburg, verfügt in diesem Bereich mit seinen Bewegungskitas, mit der Ausbildung zum Erzieher im Profil „Bewegung + Sport“ und der Zertifizierung „Bewegte Kita Land Brandenburg“ über große Fachkompetenz.

Ziel des Symposiums ist es, wissenschaftliche Forschung in diesem Themenkontext zielgerichtet mit praktischer Fachkompetenz zu bündeln, so dass gleichermaßen interessierte Praktiker und wissenschaftliches Fachpublikum angesprochen und zu einem produktiven Austausch  angeregt werden sollen.  Dazu sind vormittags wissenschaftliche Fachvorträge zu unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten im Rahmenthema geplant. Am Nachmittag findet dann ein praxisnaher Austausch über diese Themen in Form von Workshops statt.

>> Details: Ablaufplan und Referenten

Das Internationale Symposium steht unter der Schirmherschaft von Günter Baaske (Minister für Bildung, Jugend und Sport).