Anja Dittmer

Geb.: 22.09.1975 in Neubrandenburg (MV)

Sportart: Triathlon

Karriere (Auszug): Erfolgreichste deutsche Triathletin, Trägerin des Silbernen Lorbeerblattes, 6x Deutsche Meisterin, Europameisterin 1999, Gesamtweltcup Siegerin 2004, 4 x Olympiateilnahme

Nach dem Studium: Trainerin am Olympiastützpunkt Potsdam

Was macht Sie als Person aus und wo stehen Sie aktuell?
Ich bin ein sehr ehrgeiziger und zielstrebiger Mensch. Mein Training war immer sehr hart und umfangreich, sodass ich selten Freiräume oder Ressourcen für Hobbies hatte. Meine größte Leidenschaft ist das Reisen. Hier beeindrucken mich vor allem die neuseeländische Landschaft sowie die Kultur. Dort kann ich abschalten und meine Akkus wieder auffüllen. Ich stehe aber auch auf Abwechslung, daher bin ich stets offen für Neues. Daher auch die Entwicklung hin zum Studium. Des Weiteren bin ich seit Januar 2014 auch Trainerin für den Triathlon.

Wie sind Sie auf die FHSMP gekommen?
Angefangen hat alles mit meinem Praktikum am Nachwuchs-Bundestützpunkt Potsdam im Bereich der Triathleten. Hier war für mich schnell klar, dass ich meine Leidenschaft zum Triathlon an die nächste Generation weiter geben will und mir die Position des Trainers einfach gut steht. Als ich mich im späteren Verlauf mit der Laufbahnberatung des Olympiastützpunktes in Potsdam auseinander setze, war ebenso schnell klar, dass das jedoch noch nicht mein finales Ziel darstellen soll. Hier fiel der Blick auf die Möglichkeiten des dualen Studiums an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam der ESAB. Denn nur so kann ich einen Mix aus beruflichem Erfolg im Sport und theoretischem Wissen kombinieren. Außerdem ist es mir so möglich, einen akademischen Grad zu erlangen. Denn, den habe ich noch nicht… Der Studienschwerpunkt Leistungssport ist in diesem Zusammenhang ideal für mich.

Welchen waren die Ausschlaggebenden Gründe für die FHSMP?
Wie schon angesprochen, war die breite Ausrichtung der FH für Sport und Management der ESAB in den Bereichen des Gesundheitsmanagements als auch im Bereich des Leistungssportes für mich einer der ausschlaggebendsten Gründe. So kann ich meinen anvisierten Weg optimal bestreiten. Auch die Nähe zum Studienort war bei mir ein wichtiger Punkt. So kann ich Studium und Praxis ideal verbinden. Aber man muss sich den Nachteilen des Online-Lernens durchaus bewusst sein. Man benötigt hier eine Menge an Selbstmotivation, da man sich dem virtuellen Lernbereich völlig eigenständig und zeitunabhängig widmen kann. Aber die hohe Eigenverantwortung, die sehr hohe Flexibilität, die vielen Ansprechpartner sowie die familiäre Atmosphäre, machen diesen Punkt wieder wett. Hinzu kommt die im Studium integrierte Berufsausbildung zur Sportfachfrau, die das Paket abrundet.

Welche Vorstellungen haben Sie für die Zukunft?
Mir ist schon bewusst, dass eine Trainerstelle mit gleichzeitigem Studium sehr anstrengend und umfangreich sein wird. Dies wird wohl eine große Herausforderung für mich darstellen, aber ansonsten wäre es für mich auch zu langweilig. Ich kann jetzt schon sagen es macht trotzdem jede Menge Spaß und das Wissen, was in dem theoretischen Teil des Studiums vermittelt wird, hat einen super Praxisbezug hat. Hier hat sich wohl jemand richtig Gedanken gemacht. Final möchte ich im Bereich des Studiums einen guten Abschluss hinlegen. Langfristig gesehen möchte ich im Leistungssportbereich bleiben aber im gleichen Atemzug möchte ich karrieremäßig weiter voran kommen, somit höhere Positionen erreichen, mein Know-how steigern und das ist mit der FHSMP optimal realisierbar. Vielleicht kann ich auch so in ungeahnte Bereiche vorstoßen.

Haben Sie einen Schlachtruf?
Der Weg ist das Ziel!


Martin Hagemeister

Geb.: 30.11.1985 in Altdöbern

Sportart: Fußball

Nach dem Studium: seit 2010 Koordinator DFB-Masterplan / DFB-Mobil Koordinator / Spielbetrieb Herren / Schiedsrichter beim Fußball-Landesverband Brandenburg e.V.



Martin Hagemeister: Als sportbegeisterte Person bin ich seit vielen Jahren im Sport aktiv und in Ehren- und Hauptämtern verbunden. Nach einer schweren Verletzung als aktiver Fußballspieler beim 1. SV Lok Calau habe ich 2002 erfolgreich eine Schiedsrichterlizenz erworben und bin seit 2004 auf Brandenburger Landesebene als Schiedsrichter, aktuell für den FC Energie Cottbus, im Einsatz, seit 2011 als Schiedsrichter der Landesliga und Schiedsrichterassistent der Oberliga sowie Junioren-Regionalligen. Als Schiedsrichter wurde mir schnell bewusst, dass zu einem Fußballspiel vielfältige organisatorische Abläufe gehören, daher arbeite ich ehrenamtlich seit 2005 aktiv im Spielausschuss des Fußballkreises Spreewald als Staffelleiter für Pokalspiele und Staffelleiter der unteren Kreisspielklassen mit. 2010 wurde ich DFBnet Beauftragter des Fußballkreises Spreewald. Als DFB C-Lizenz-Trainer habe ich Erfahrungen im Trainings - und Wettkampfbetrieb und betreute zudem Auswahlmannschaften des Fußballkreises. Als Verantwortlicher für die Homepage des FK Spreewald habe ich mir ehrenamtlich umfassende EDV Kenntnisse angeeignet.

In der Funktion des Staffelleiters der Landesklasse Süd (bis 2013/14) und des Landespokals der Herren im FLB (ab 2014/15) bin ich für Sperrstrafen, Geldstrafen und die Einhaltung der Satzungen und Ordnungen sowie der Wettspielanweisungen verantwortlich. Seit 2010 bin ich hauptamtlich in der Geschäftsstelle des Fußball-Landesverbandes Brandenburg für die vielfältigen organisatorischen Tätigkeiten des Verbandes im Bereich des Spielbetriebs der Herren und des Schiedsrichterwesens verantwortlich. Die Aufgaben umfassend Spielansetzungen, Verlegungen, Absetzungen sowie Vorbereitung und Durchführung von Vereinsschulungen für verschiedene DFBnet Module sowie die Ausstellung von Schiedsrichterlizenzen.

Ab 2014 bin ich vom FLB mit der Koordination des DFB-Masterplans betraut worden, welche vielfältige Serviceleistungen, Spielbetriebsangebote und Kommunikationsformen für alle knapp 700 Fußballvereine in Brandenburg beinhaltet. Dazu zählen Vereinsdialoge, Vorstandstreffs, Fachberatungen, DFB-Mobilbesuche, Fair-Play-Ligen und Beachsoccer. Eine der wohl herausforderndsten Aufgaben ist die vollständige flächenhafte Umsetzung des Futsals in ganz Brandenburg. Zur Frauen WM 2011 in Deutschland war ich als Referent des DFB für die Schulung von Volunteers in den Stadien in Wolfsburg, Berlin und Dresden mitverantwortlich, gleichzeitig habe ich selbst als Volunteer Erfahrungen in der Turnier- und Spielorganisation auf FIFA- und UEFA-Ebene gesammelt, unter anderem bei der UEFA EURO 2012 in Wroclaw. Als Volunteer-Manager für 50 Volunteers haben wir als Team maßgeblich zum erfolgreichen Gelingen des FIFA Frauen-WM-Qualifikationsspiels Deutschland-Russland im September 2013 in Cottbus beigetragen.

Das Studium „Sportmanagement“ bietet mir eine berufliche Fachqualifikation in einem Arbeitsbereich, zu dem ich durch ehrenamtliche Tätigkeiten gekommen bin und den ich nicht mehr missen möchte.  

Was macht Sie als Person aus und wo stehen Sie aktuell?
Durch die tolle Projektaufgabe als DFB-Masterplan Koordinator im FLB, welche ich durch den DFB/FLB übertragen bekommen habe, sind momentan volle Kalendertage keine Seltenheit. Durch das hervorragende Umfeld des FLB, welches mir viele Freiheiten in Beruf/Studium und Hobby lässt, kann ich vieles sehr gut miteinander vereinbaren und verknüpfen. Die flexible Gestaltung der Präsenzphasen der FHSMP spielt dabei ebenso eine wichtige Rolle. Zudem gibt es eigentlich nichts Schöneres, als sein Hobby zum Beruf gemacht zu haben: So gehe ich jeden Tag hochmotiviert zur Arbeit, da es einfach Spaß macht, im Fußball zu arbeiten. Eine Kollegin beschrieb mich neulich: ehrgeizig, akribisch, momentan mit dem Sport verheiratet...

Wie sind Sie auf die FHSMP gekommen?
Schon seit 2009 wird durch den FLB diese Form der Ausbildung durch einen Kooperationsvertrag unterstützt, daher war der Weg, mein theoretisches Rüstzeug im Bereich des Sportmanagement bei der FHSMP zu erwerben, fast vorgezeichnet.

Welche waren die ausschlaggebenden Gründe für die FHSMP?
Die Studienrichtung Sportmanagement war wie für mich geschaffen. Durch die vielen ehrenamtlichen Vorkenntnisse kann ich mein bereits vorhandenes Wissen für alle Kommilitonen einfließen lassen und mir zusätzlich neues Wissen aneignen. Zudem bringen mir die Erkenntnisse aus den verschiedenen Modulen der FHSMP den letzten Schliff für meine aktuelle Projektarbeit. Dank der FHSMP konnten wir im Modul Veranstaltungsmanagement sogar gemeinsam ein Konzept für ein zukünftiges Beachsoccer-Event im FLB zur Qualifikation am DFB-Beachsoccer-Cup gemeinsam entwickeln.

Welche Vorstellungen haben Sie für die Zukunft?
In naher Zukunft will ich den Sprung als Schiedsrichter in den überregionalen Bereich – die Regionalliga/Oberliga schaffen. Meine bereits vorhandene berufliche Perspektive beim Fußball-Landesverband Brandenburg weiter verfolgen, da die Funktionärsarbeit in einem tollen Team und Umfeld wie in der Geschäftsstelle des FLB im Fußball nicht immer selbstverständlich ist. Als hauptverantwortlicher Manager (Venue-Manager/TLO) würde ich sehr gern bei einer FIFA Weltmeisterschaft mitarbeiten wollen.

Haben Sie einen Schlachtruf?
Nichts auf dieser Welt, das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß.


Christian Bach

Sportart: Trampolinturnen

Sportliche Erfolge:
Mehrfacher Bezirks- und Landesmeister zwischen 1995 und 2001 im Mehrkampf und an Einzelgeräten, mehrfacher Teilnehmer an Deutschen Meisterschaften zwischen 1997 und 2001 

Nach dem Studium: Nachwuchs-Trainer beim SC Cottbus, dann Trampolin-Trainer beim Trampolin FTK Bad Kreuznach

 

Herr Bach, was hat Sie dazu bewegt, nach Beendigung ihrer aktiven sportlichen Karriere ein Hochschulstudium zu beginnen?
Bereits mit 5 Jahren stand ich das erste Mal in der Turnhalle. Doch schon 10 Jahre später, nach der 8. Klasse musste ich, aus sportlicher Sicht meine Turnkarriere an den Nagel hängen. Dennoch stand für mich fest, dass ich dem Sport und vor allem dem Turnen, wenn es denn geht immer treu bleiben möchte. So fing ich an erste Übungsleiter- und Trainerlehrgänge zu besuchen. Seit 2001 ist auch das Trampolinturnen bei uns im Verein möglich, was mich so faszinierte, dass ich als Trainer in dieser Richtig tätig wurde. Dies blieb auch nach dem Abitur und meiner allgemeinen Grundausbildung bei der Bundeswehr so. Zwar wollte ich eigentlich ein Lehramtsstudium machen, aber dann stellte mir unser Laufbahnberater die Fachhochschule für Sport und Management Potsdam und dessen neuen Studiengang vor. Heute bin ich wirklich sehr froh darüber, dass es dieses Studium gibt. Dieses Studium ist genau das was ich wollte.

Welche Erfahrungen aus Ihrer Zeit als Leistungssportler waren Ihnen im Studium am hilfreichsten?

Wie bereits oben erwähnt, habe ich bereits nach der 8. Klasse mit dem Leistungssport aufgehört. Dennoch kann ich mich noch gut an diese Zeit erinnern. Damals hatte ich jeden Tag einen geregelten und vorgeschriebenen Ablaufplan. Im Studium hingegen ist man in gewisser Weise auf sich allein gestellt und muss sich seine Zeit selbst einteilen. Die Betreuung durch die Lehrkräfte der Fachhochschule ist trotzdem zu jeder Zeit gegeben. Daher denke ich dass ich dies am besten kann, meine Zeit so einteilen, dass ich einen guten täglichen Ablaufplan habe.

Sie haben sich für den Studiengang Sport mit Spezialisierung Leistungs- und Wettkampfsport entschieden. Warum haben Sie sich dafür entschieden? Was reizt Sie an diesem bzw. was erhoffen Sie sich von diesem Studiengang?

Aus meinen oberen Zeilen konnten Sie bereits ansatzweise entnehmen, dass Sport alles für mich ist. Deswegen passt dieses Studium auch ideal zu mir. Ich habe die Möglichkeit Sport und Studium so eng miteinander zu verbinden wie sonst nirgends. Was ich mir aus diesem Studium erhoffe, ist zum einen ein erfolgreichen Bachelorabschluss und zum anderen stehen mir durch dieses Studium viele Wege im Bereich Trampolinturnen offen. Nach dem Studium möchte ich allerdings noch einen Pädagogikabschluss machen, damit ich mich nicht nur als Bundes- oder Landestrainer sondern auch als Lehrer-Trainer fungieren kann.

Eine Karriere im Bereich Management kam für Sie demzufolge gar nicht in Frage?
Nein. Schon seitdem ich als Trainer tätig bin liebe ich den Kontakt zu den Sportlern. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie sich die Kinder und Jugendlichen entwickeln und größer werden. Ich selbst durfte ja auch 10 Jahre aktiv sein und weiß somit worum es geht, wie man sich in bestimmten Situationen fühlt. Aus diesem Grund stehe ich lieber in der Halle, direkt am Geschehen als hinterm Schreibtisch.


Claudia Grunwald, geb. Hoffmann

Sportart: Leichtathletik, SC Potsdam

Sportliche Erfolge: Deutsche Meisterin 2010 3x 800m Staffel, Silbermedaillie: 400m Staffel-Vizeeuropameisterin 2010, 8. Platz: 4 x 400 Meter Staffel Olympia in Peking (2008), 1. Platz: 400 Meter Deutsche Meisterschaft (2007), 1. Platz: 400 Meter Deutsche Hallenmeisterschaft (2006), 8. Platz: 400 Meter Hallenweltmeisterschaften in Moskau (2006), 1. Platz: 400 Meter Deutsche Meisterschaft (2006)

 

Frau Hoffmann, was hat Sie dazu bewegt, neben ihrer sportlichen Karriere parallel ein Hochschulstudium zu beginnen?
Ich habe mit diesem Studium parallel zu meiner sportlichen Karriere bewusst angefangen. Den Sport kann man leider nicht ewig machen und muss sich daher auch um seine Zukunft kümmern. Ich habe es vorher mit einem Studium an der Uni Potsdam versucht, was leider mit meinem Sport überhaupt nicht zu vereinbaren war. Zum Glück wurde speziell für die Leistungssportler dieses Studium an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam angeboten. So bekomme ich super Sport und Uni unter einen Hut. Dies war für mich ein ganz wichtiger Punkt um mit diesem Studium anfangen zu können.

Als B-Kader Athletin sind Ihre Trainingsumfänge enorm. Zudem befinden Sie sich oft im Trainingslager bzw. Wettkämpfen auch außerhalb Deutschlands. Wie schaffen Sie es trotz dieser Belastung Training und Studium unter einen Hut zu bekommen?
Um beide Sachen gut unter einen Hut zu bekommen, muss man natürlich sehr diszipliniert sein. Der Tagesablauf ist jetzt einfach noch mehr durchgeplant aber nur so kommt man auch zu guten Ergebnissen. Wo die Fachhochschule natürlich auch einen sehr großen Anteil daran hat. Wenn es mal zeitliche Probleme gibt, wegen eines Wettkampf oder eines Trainingslagers, ist von Seiten der Fachhochschule auch großes Entgegenkommen vorhanden. Es kann immer über eine terminliche Verschiebung gesprochen werden und man kann sich auf die Hilfe der Dozenten verlassen.

Sie haben sich für den Studiengang Sportmanagement mit Spezialisierung Sportstättenmanagement entschieden. Warum haben Sie sich für diesen Studiengang entschieden? Was reizt Sie an diesem Studiengang bzw. was erhoffen Sie sich davon?
Ich habe mich für diesen Studiengang entschieden, da ich mir da eine ganz gute Chance für die spätere berufliche Laufbahn erhoffe. Mich hat es schon immer interessiert wie es hinter einen solchen großen Event abläuft und wie sich solch ein Olympiastützpunkt organisiert.

Kommt eine Trainerlaufbahn nach Beendigung Ihrer Karriere für Sie demzufolge überhaupt nicht in Frage?
Ob eine Laufbahn als Trainer nie für mich in Frage kommen würde, kann ich nicht mit Sicherheit beantworten. Ich habe mich für die andere Seite entschieden, da Sie für mich sehr interessant erscheint. Ich würde aber nie ganz ausschließen, auch als Trainer zu arbeiten. Leider sind die Stellen dort sehr begrenzt und ich sehe auf der Managementebene einfach bessere Möglichkeiten um später beruflich Fuß zu fassen.


Christoph Deike

Studiengang: Sportmanagement, Jahrgang 2010

Nach dem Studium: Geschäftsführer des ADFC Sachsen-Anhalt e.V.





Warum haben Sie sich für ein Studium an der Fachhochschule Sport und Management Potsdam entschieden?
Die Fachhochschule Sport und Management Potsdam bietet meiner Ansicht nach eine ideale Voraussetzung für ein erfolgreiches Handeln im Sport. Sowohl die Studiengänge mit Managementbezug, als auch die sportbezogenen Studiengänge, gewinnen durch ihre Dualität einen entscheidenden Vorteil gegenüber klassischen Studiengängen, da die Welt des Sport sich oft nicht auf bloße Theorie zurück führen lässt, sondern maßgeblich von persönlichen Kontakten vor allem in der Praxis lebt.

Aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich, dass gerade der persönliche Kontakt zur Sportlerinnen und Sportlern und vor allem auch zu Sponsoren und Unterstützern in der Sportwelt essentiell für die wirtschaftlich erfolgreiche Arbeit ist. Hier gibt die Fachhochschule Sport und Management mir die Möglichkeit, dass in der Theorie erworbene Wissen unmittelbar in die Praxis zu übertragen und somit erfolgreich zu handeln.

Welche Ziele haben Sie sich für das Studium gesteckt?

Während des Studiums möchte ich die Dualität dazu nutzen, wechselseitig Vorteile aus Theorie und Praxis zu ziehen um somit größtmögliche Erfolge für mich und meinen Kooperationspartner zu erreichen. Hinzu kommt, dass das Studium mir ermöglicht, ein weitreichendes Netz in der Sportwelt zu knüpfen. Diese Möglichkeit möchte ich wahrnehmen und für meine spätere Arbeit nutzen.

Welche Ziele haben Sie sich für die Zeit nach dem Studium gesteckt?
Nach dem Studium möchte ich im Managementbereich des Profisports tätig werden und ich denke, dass mir das Studium an der Fachhochschule Sport und Management Potsdam dazu ideale Voraussetzungen bietet. Außerdem möchte ich mich auch auf theoretischer Ebene weiter entwickeln und nach Möglichkeit ein berufsbegleitendes Masterstudium anstreben.


Stefan Köber

Sportart: Boxen, ehemals Box-Club Frankfurt (Oder)

Sportliche Erfolge: 2. Platz Kadetten-EM 2000, 3. Pl. JWM 2002, Deutscher Meister `03, `07, `09, WM-Teilnehmer `07 und `09, Sieger mehrerer internationaler Turnier

Nach dem Studium: Stefan Köber ist Absolvent der ersten Stunde - als Erstsemester startet er 2009 im dualen Studiengang Sportmanagement. Seit Jahresbeginn 2017 arbeitet er als Geschäftsstellenleiter des SSB Frankfurt-Oder e.V.

 

Herr Köber, am 01. Oktober 2009 haben Sie als Student an der Fachhochschule für Sport und Management in Potsdam begonnen. Was hat Sie dazu bewegt, neben ihrer sportlichen Karriere parallel ein Hochschulstudium zu beginnen?
Während meiner sportlichen Laufbahn wurde das Interesse immer größer auch nach der aktiven Zeit dem Sport erhalten zu bleiben und den deutschen Sport weiterhin tatkräftig zu unterstützen. Da kam mir dieses Hochschulstudium parallel zum Leistungssport gerade recht.

Als B-Kader Athlet sind Ihre Trainingsumfänge enorm. Zudem befinden Sie sich oft im Trainingslager bzw. Wettkämpfen auch außerhalb Deutschlands. Wie schaffen Sie es trotz dieser Belastung Training und Studium unter einen Hut zu bekommen?
Das ist wirklich nicht immer leicht. Ansonsten wird Zeit zur Mangelware, man muss seinen Tag genau planen und den Plan konsequent einhalten. Das größte Hindernis stellt oftmals noch ein sportbedingter längerer Auslandsaufenthalt dar, da die Möglichkeit online zu gehen oftmals nicht oder nur eingeschränkt besteht.

Sie haben sich für den Studiengang Sportmanagement mit Spezialisierung Sportstättenmanagement entschieden. Warum haben Sie sich für diesen Studiengang entschieden? Was reizt Sie an diesem Studiengang bzw. was erhoffen Sie sich davon?
Um sportliche Spitzenleistungen zu erbringen ist nicht nur ein guter Trainer von Nöten. Die Sportler brauchen ein perfekt organisiertes Umfeld in dem alle erdenklichen Mittel zur Verfügung stehen, damit der Sportler sich voll auf seine Leistungsentwicklung konzentrieren kann. Genau in diesem Bereich sehe ich für mich persönlich eine große Herausforderung und habe großes Interesse mich dort voll einzubringen.

Kommt eine Trainerlaufbahn nach Beendigung Ihrer Karriere für Sie demzufolge überhaupt nicht in Frage?
Zumindest nicht in erster Linie. Die Gewinnung und Förderung von Talenten ist eine wichtige Aufgabe, in die ich mich ebenfalls integrieren möchte. Der Alltag eines Spitzentrainers ist allerdings kein anderer als der eines Spitzensportlers. Man ist viel unterwegs im In- und Ausland, wobei die Familie oftmals zu kurz kommt und viel zurückstecken muss. Dies möchte ich nach meiner aktiven Laufbahn vermeiden.


Babett Peter

Sportart: Fußball, VfL Wolfsburg (2017)   

Geburtsdatum: 12.05.1988

Studiengang: Sportmanagement, Jahrgang 2010

Sportliche Erfolge: Deutscher Meister 2006 / 2009 / 2010 / 2011 und 2012, DFB Pokal Sieger 2006, Weltmeister 2007, Olympia Bronze 2008, Europameister 2009, Olympiasiegerin 2016

 

Frau Peter, am 01. Oktober 2009 begannen Sie als Studentin an der Fachhochschule Sport und Management in Potsdam. Was hat Sie dazu bewegt, neben ihrer sportlichen Karriere nun parallel ein Hochschulstudium zu beginnen?
Ich begann das Studium, weil ich auf der einen Seite eine sinnvolle Abwechslung zum Sport suchte und auf der anderen Seite an mein Leben nach dem Sport denken muss.

Als A-Kader Athletin sind Ihre Trainingsumfänge enorm. Zudem befinden Sie sich oft im Trainingslager bzw. Wettkämpfen auch außerhalb Deutschlands. Wie schaffen Sie es trotz dieser Belastung Training und Studium unter einen Hut zu bekommen?
Ich schaffe es, in dem ich mir meine Zeit gut strukturiere. Dazu ist es wichtig sich einen längerfristigen Plan an zu schaffen.

Sie haben sich für den Studiengang Sportmanagement mit Spezialisierung Sportstättenmanagement entschieden. Warum haben Sie sich für diesen Studiengang entschieden? Was reizt Sie an diesem Studiengang bzw. was erhoffen Sie sich davon?
Ich habe mich für Sportstättenmanagement entschieden, da ich nach meiner sportlichen Laufbahn nicht dem Sport den Rücken zukehren möchte, sondern weiterhin meine Energie und Enthusiasmus in den Sportbereich investieren möchte. Und in den Sportstätten sehe ich den meisten Handlungsbedarf.

Kommt eine Trainerlaufbahn nach Beendigung Ihrer Karriere für Sie demzufolge überhaupt nicht in Frage?
Dies kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Ausschließen würde ich es nicht.


Olaf Pollack

Sportart: Radsport, ehemaliger Verein: RSC Cottbus

Sportliche Erfolge: 10-mal  Deutscher  Meister, Europameister, 2-mal Weltmeister, Olympiasieger 2000, 52 Profisiege, Träger des Rosa Trikot beim Giro Italia

Nach dem Studium: Seit dem Ende seiner Profikarriere arbeitete Olaf Pollack zuerst als Sportlicher Leiter des Team Stuttgart. Seit 2015 ist er neuer Sportdirektor der Bahnradsportveranstaltung Cottbuser Nächte

 

Herr Pollack, am 01. Oktober 2009 benannen Sie Ihr Studium an der Fachhochschule für Sport und Management in Potsdam. Was hat Sie dazu bewegt, nach Beendigung ihrer aktiven sportlichen Karriere ein Hochschulstudium zu beginnen?
In den kommenden Jahren wird ein akuter Trainermangel entstehen und da mein Sport weiter Leben soll, wollte ich die Richtung des Trainers einschlagen. Desweiteren, wollte ich meinem Praxiswissen die nötige Theorie verleihen.

Sie waren zu Beginn des Studiums ja eigentlich aus dem „typischen“ Studentenalter heraus. Wie schwer oder leicht fiel es Ihnen wieder die Schulbank zu drücken?
Ich hatte mir die Sache im Vorfeld viel zu einfach vorgestellt. Mir fiel es alles andere als leicht. Die ersten Wochen waren eine riesen Umstellung, vom Voll-Profi zurück auf die Schulbank, krasser geht’s nicht.

Welche Erfahrungen aus Ihrer Zeit als Profi- und Leistungssportler sind Ihnen bisher im Studium am hilfreichsten gewesen?
Das ist eine schwierige Sache. Die Theorie ist das eine, die Praxis was ganz anders. Ich kenne mich wirklich gut aus in der Praxis, aber geholfen hat sie mir bis jetzt noch nicht!

Sie haben sich für den Studiengang Sport mit Spezialisierung Leistungs- und Wettkampfsport entschieden. Warum haben Sie sich dafür entschieden? Was reizt Sie an diesem bzw. was erhoffen Sie sich von diesem Studiengang?
Ich wollte meinem Praxiswissen die nötige Theorie verleihen, damit ich in der Zukunft auf Sachen eingehen kann, die ich vorher nicht wusste.


Inka Wesely

Sportart: Fußball

Verein: 1.FFC Turbine Potsdam, 1. Bundesliga   

Studienabschluß: 2013

Sportliche Erfolge: Bronze bei der U-17-Weltmeisterschaft 2008 in Neuseeland, U 17 Europameisterin, U20 Weltmeisterin, Deutsche Meisterin 2011 und 2012

 

Frau Wesely, was hat Sie dazu bewegt, neben ihrer sportlichen Karriere nun parallel ein Hochschulstudium zu beginnen?
Ich denke es ist wichtig, sich auch neben dem Sport weiter zu bilden und etwas für das Leben nach dem Sport zu machen. Ich möchte nach meiner sportlichen Laufbahn einen Beruf ausfüllen, der etwas mit Sport zu tun hat und deshalb habe ich mich für ein Studium an der FH für Sport und Management entschieden.

Sie spielen seit 2011 beim amtierenden Deutschen Meister und Champions-League-Sieger dem 1. FFC Turbine Potsdam. Wie kann man sich einen typischen Tagesablauf bei Ihnen mit Training und Studium vorstellen und wie schaffen Sie es trotz dieser Belastung Training und Studium unter einen Hut zu bekommen?
Ich stehe morgens um 7 auf, da um 8 Uhr die erste Trainingseinheit ist.
Nach dem Training ist dann Zeit zu Hause für das Studium zu büffeln, bis schließlich um 17 Uhr die zweite Trainingseinheit des Tages ansteht.

Sie haben den Studiengang Sport mit Spezialisierung Gesundheitssport und Prävention gewählt. Warum haben Sie sich dafür entschieden? Was reizt Sie an diesem bzw. was erhoffen Sie sich von diesem Studiengang?
Daher, dass ich Leistungssport betreibe, werde ich oft auch mit Verletzungen konfrontiert. Durch meinen im letzten Jahr erlittenen Kreuzbandriss, habe ich einen Einblick in Rehazentren bekommen und das Interesse an Prävention von Verletzungen durch Sport wurde in mir geweckt. Ich erhoffe mir von dem Studium, dass ich das, was ich lerne, auch in meiner Sportart umsetzten kann bzw. an andere weitervermitteln darf.



Yvonne Bönisch

Sportart: Judo, UJKC Potsdam

Studiengang:
Sportmanagement, Abschlußjahrgang 2013
 
Erfolge: Erfolgreichste deutsche Judoka, 2002 Vize-Europameisterin, 2003 Vize-Weltmeisterin, 2004 Olympiasiegerin, 2005 Vize-Weltmeisterin, 2007 Vize-Europameisterin, mehrfache Deutsche und Int. Deutsche Meisterin, mehrfache World-Cup-Gewinnerin, Weltranglisten-Erste der Jahre 2004, 2005, 2006, Trainerin des Jahres 2014

Nach dem Studium, seit 01.01.2017:
Nationaltrainerin des Frauen-Judo-Teams in Israel

Wie bist Du auf ein Studium an der FHSMP aufmerksam geworden?
Ich bin auf das Studium durch Professor Barth und Sportsfreunde aufmerksam geworden.

Aus welchen Gründen hast Du dich entschieden ein Studium an der FHSMP zu beginnen?
Ich habe mich für ein Studium an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam entschieden, weil ich mich beruflich weiterentwickeln möchte und weil sich das duale Studium mit dem Beruf vereinbaren lässt.

Wenn Du etwas an der FHSMP ändern könntest, was wäre es?
Ich würde die Kosten senken, wenn ich könnte - auch wenn sich jeder Cent lohnt.


Phillip van Dijck

Unser Dualer Student Phillip van Dijck hat sich frühzeitig Gedanken über seine Karriere nach dem Leistungssport gemacht - und konnte seine Leidenschaft für das Diskuswerfen zum Beruf machen!

Als Phillip van Dijck seinen ersten Arbeitsvertrag unterschreibt, studiert er im 6. Semester an der FHSMP und blickt mit 23 Jahren bereits auf eine bewegte Karriere im Leistungssport zurück. Vor 10 Jahren schon zog er von der holländischen Grenze nach Potsdam, um sich an der Sportschule voll auf seine Leidenschaft konzentrieren zu können. Mit Erfolg: Nach dem deutschen U18 Meistertitel im Diskuswerfen und der erfolgreichen Teilnahme an nationalen und internationalen Meisterschaften nimmt Philip auch 2012 bei der U20-WM in Barcelona teil.

Verletzungspech zwingt zum Umdenken - der Wille zum Erfolg bleibt Doch immer wieder zwingen schwere Verletzungen ihn zu einer Auszeit vom Leistungssport. Die notwendigen Regenerationspausen nutzt er für die berufliche Qualifikation. Neben der Ausbildung zum Sportassistenten erwirbt er die Fachhochschulreife, um auch für die Zeit nach der Leistungskarriere gerüstet zu sein. Eine gute Entscheidung: Nach dem verletzungsbedingten Karriereende beginnt Phillip 2013 ein Duales Studium an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam (FHSMP), um Leidenschaft und Beruf vereinen zu können. Zusammen mit seinem Mentor Jürgen Schult (Olympiasieger 1988, Bundestrainer Leichtathletik für die Wurfdisziplinen) setzt er sich das Ziel, der Wurfdisziplin treu zu bleiben und in der Zukunft als hauptamtlicher Trainer zu arbeiten. Die Wahl der Spezialisierung Wettkampf- und Leistungssport ist die logische Konsequenz. Die Sportwissenschaftliche Theorie aus dem Studium, die flexible Gestaltung des Studiengangs und die praktischen Erfahrungen aus der Arbeit im Kooperationsbetrieb, dem SC Potsdam, bildeten die perfekte Grundlage für den Einstieg in die Trainerlaufbahn. Und der gelingt: Seit Februar 2016 arbeitet Philip als Landestrainer Wurf in Hessen, schreibt berufsbegleitend seine Bachelorarbeit und verantwortet neben Vereinsarbeit, Schulunterstützung und Talentsichtung auch die Betreuung der Talente.

Mit dem Dualen Studiengang der FHSMP zum Ziel
Der Vorteil des Dualen Systems der FHSMP zeigt sich auch bei Phillip. Jeder Studierende der FHSMP wird im Kooperationsbetrieb von einem persönlichen Mentor betreut – bei Phillip übernahm diese wichtige Aufgabe Jürgen Schult vom Deutschen Leichtathletik Verband (DLV), der unserem Studenten nicht nur einen tiefen Einblick in die Arbeitspraxis als Trainer geben konnte, sondern auch stets mit Rat und Tat zur Seite stand. Der DLV betreut mit 70 Mitarbeitern über 1000 Leichtathletik-Vereine und sorgt u.a. für die Leistungskaderentwicklung sowie für Aus-, Weiter- und Fortbildung.

 

Der starke Partner an Phillips Seite - Mentor Schult im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Patrick Ziebell

Welche Aufgabenbereiche konnte Phillip bei Ihnen übernehmen?
Phillip konnte sich aktiv bei den Such- und Unterstützungsleistungen, also der Entwicklung und Sichtung von Talenten einbringen. Außerdem gehörten die eigenständige Entwicklung dieser Talente oder die Entscheidung über Abgabe an andere Trainer zu seinen Aufgaben. Durch seine Ausbildung und seine eigene aktuelle Entwicklung als Nachwuchstrainer in Hessen, bieten sich für Phillip in Zukunft auch Chancen, sich für verantwortliche Funktionen im Nachwuchsbereich des DLV anzubieten und dann zu bewähren.

Welchen Vorteil sehen Sie in der Wahl eines Dualen Studiums für die Studenten? Was würden Sie anderen potentiellen Arbeitgebern empfehlen?
Ich habe selber haben den Weg des Dualen Studiums bestritten und mich bis zu meinem 34. Lebensjahr in Verbindung mit dem Leistungssport stetig weiterqualifiziert. Das Duale Studium bedeutet eine optimale Ergänzung zwischen der notwendigen Theorie und der Praxis im Leistungssport. Es ist eine Bereicherung für das Leben und gleichzeitig bestmögliche Vorbereitung für das Leben nach dem Karriereende. Achtung: Es gilt nicht nur die sportliche Karriere zu fokussieren, sondern breit aufgestellt zu sein. Bevor Tag X kommt, bevor die Gesundheit bzw. Verletzungen oder mangelnde Motivation die Karriere beendet. Alternativen zu haben bedeutet Weitblick. Vor allem Bildung ist in allen Bereichen wichtig, grade Wissensstände entwickeln sich rasanter als noch vor 20 Jahren. Potentielle Arbeitgeber sollten das Duale System als Bonus nutzen, um den Anschluss nicht zu verpassen, in die eigene Know-How Sicherung zu investieren und so frühzeitig eigenes Personal zu entwickeln. Trotzdem empfehle ich: Testen Sie die Bewerber genau!